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Ein Gebet um Einheit

Vortrag von Bischof Paul Maria Hnilica S.J., Bischof von Rusado (römisch-katholisch)

(Wie bei Fr. Vasile Axinia in letzter Minute durch Krankheit, so war es Bischof Hnilica nicht erlaubt ins Heilige Land zu reisen. Die Rede, die er vorbereitet hatte, wurde an der Konferenz vorgelesen)

Da ich mich mit euch in Jerusalem befinde, wo in der Fülle der Zeiten die Kirche geboren wurde, und an dem Ort, auf den hin die pilgernde Kirche – in eschatologischer Sicht gesprochen – sich ausrichtet, möchte ich nicht so sehr einen Vortrag, sondern vielmehr eine Betrachtung oder, mehr noch, ein Gebet vortragen, ein schmerzerfülltes Gebet um der einzigen Kirche Christi willen, die der Sohn Gottes in der Zeit nach den Vorstellungen, die der Vater von Ewigkeit her hatte, gestiftet hat. Ich möchte dabei das Vorbild der Apostel vor Augen haben, die um Maria, die Mutter Jesu und mit ihr einmütig in beharrlichem Gebet versammelt sind.

Ja, meine Brüder, ich glaube, eher als sich in nutzlosen Diskussionen über die Unterschiede und die möglichen Vereinbarkeiten der vielen heute existierenden Kirchen Christi zu verlieren, tut es der Ökumene gut, sich in den Gedanken der Heiligsten Dreifaltigkeit zu versenken und in kindlicher Einfachheit darum zu bitten, Ihre offenbare -oder unserem Begreifen verborgene – Vorstellung zu erkennen, wie die Kirche, so wie die Göttliche Dreifaltigkeit sie von Ewigkeit her gedacht hat, aussehen soll. In dem Bewußtsein, daß wir alle dieser einzigen Kirche angehören wollen, wollen wir unser Tun in diesem einzigen vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist intendierten Modell reflektieren, und unseren Glauben auf dieses ausrichten.

Der Plan der einzigen Kirche Christi beginnt schon im Alten Bund, bei der Erschaffung des Menschen, Form anzunehmen und sollte sich in der Fülle der Zeit offenbaren, in jener Fülle der Zeit, deren 2000. Jubiläum wir in diesem Jubeljahr feiern.

In Gen 3,16 lesen wir, daß Gott nach dem Sündenfall der Stammeltern zu der Schlange sagt: „Feindschaft will ich setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deiner und ihrer Nachkommenschaft; sie wird dir den Kopf zertreten, aber du wirst ihrer Ferse nachstellen..."

Die Frau ist die Kirche, und die Frau ist Maria; aber ihre Nachkommenschaft und Christus bilden eine unaufhebbare Einheit in Seinem Mystischen Leib: Die Kirche, das sind wir alle.

Bei Jesaja (7,14) lesen wir nämlich: "Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben." ... und bei Jesaja (11,1), wo von Christus die Rede ist: "... ein Schößling bricht hervor aus seinem Wurzelstock", und in den folgenden Versen zählt Jesaja die Eigenarten dieses Schößlings auf und sagt: " Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. [Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht; oder aus dem engl.: Die Gottesfurcht ist sein Atem.] Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist..."

Das alles soll uns sagen, daß die Größe Gottes in seiner Kenosis (Selbstentäußerung) besteht, auf die Paulus im Philipperbrief (2,6-8) anspielt: "Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz."

Die Größe Gottes besteht also in seiner Erniedrigung, sich von einer Frau gebären zu lassen, wie es für jeden anderen Menschen gilt. Aber indem er unser Blutsverwandter wird, macht er Maria groß; jene Menschentochter, die der Vater von Alters her zubereitet und mit allen Gnadengaben überhäuft hat, die, obwohl sie eine von uns war, Mutter Gottes werden sollte, und so eine enge Mitarbeiterin am göttlichen Plan, den Er für Seine neue Familie, die Kirche, entworfen hat.

In den Versen 6-9 des 11. Kap. beschreibt Jesaja schließlich, wie sich die Beziehungen zwischen dem Menschen und den übrigen Lebewesen wandeln würden, so bald „das Land voll ist von der Erkenntnis Gottes, die wie die Wasser das Meer bedecken", denn in jener Zeit wird es sich ereignen, daß "Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten." Und die Menschen: "tun nichts Böses mehr und begehen kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg.."

Dann sind da die Prophezeiungen und Gesichte Hoseas, Jesajas, der Bücher des Pentateuch – um nur einige zu nennen - , die von dem Gott Jesu Christi sprechen, der – mit Leidenschaft und Eifersucht – Sein Volk vorbereitet, Seinen einziggeborenen Sohn zu empfangen, wenn Er in der Fülle der Zeiten von der Jungfrau geboren werden würde; Gott geht nach und nach immer engere und verpflichtendere Bündnisse mit Seinem Volke ein.

Zu Noah sagt er (Gen 9,8-16): "Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen.. Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde... Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde." Es wird uns darin geoffenbart, daß Gott von Ewigkeit her die Kirche gedacht hat wie seine Familie, der Er sich Selbst hinschenken wollte, und die Sein eigenes Leben der Liebe in der göttlichen Dreifaltigkeit teilen sollte.

Und zu Abraham, Seinem Freund und unserem Vater im Glauben (Gen 15,1-21): "Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein! .. Dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein; Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein... Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu Eigen zu geben... An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land... "
Und dann, später (Gen 17,1-9): "... Ich bin Gott, der Allmächtige. Geh deinen Weg vor mir und sei rechtschaffen! Ich will einen Bund stiften zwischen mir und dir und dich sehr zahlreich machen... Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.. Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham (Vater der Menge) wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt. Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen... Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein. "

Im Buch Deutoronomium spricht Gott durch den Mund des Mose zu seinem Volk (Dt 5,1 & Dt 4, 1 u. 9-13): "Und nun, Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört und ihr werdet leben. Ihr sollt sie lernen, auf sie achten und sie halten. ... Vergiss nicht den Tag, als du am Horeb vor dem Herrn, deinem Gott, standest. Der Herr hatte zu mir gesagt: Ruf mir das Volk zusammen! Ich will sie meine Worte hören lassen. Sie sollen lernen, mich zu fürchten, so lange, wie sie im Land leben, und sie sollen es auch ihre Kinder lehren... Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast. Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein! ... Der Herr sprach zu euch mitten aus dem Feuer. Ihr hörtet den Donner der Worte. Eine Gestalt habt ihr nicht gesehen. Ihr habt nur den Donner gehört. Der Herr offenbarte euch seinen Bund, er verpflichtete euch, ihn zu halten: die Zehn Gebote. Er schrieb sie auf zwei Steintafeln."

Darauf wendet der Herr sich auf dem Sinai unmittelbar an Mose (Ex 34,1-11): "Hau dir zwei steinerne Tafeln zurecht wie die ersten! Ich werde darauf meine Worte schreiben... Der Herr ging an ihm vorüber und rief: "Jahwe ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue. Er bewahrt Tausenden Huld, nimmt Schuld, Frevel und Sünde weg.. Hiermit schließe ich einen Bund: Vor deinem ganzen Volk werde ich Wunder wirken... Halte dich an das, was ich dir heute auftrage."

Dann haben wir die Klage des Herrn über Seinen Weinberg, den Er gepflanzt hatte; wir lesen davon bei Jesaja (5,1-17): "Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe. Er grub ihn um und entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit den edelsten Reben. Er baute mitten darin einen Turm und hieb eine Kelter darin aus... Was konnte ich noch für meinen Weinberg tun, das ich nicht für ihn tat? ... Ja, der Weinberg des Herrn der Heere ist das Haus Israel und die Männer von Juda sind die edlen Reben."

Schließlich wollen wir Hosea zitieren, seine Liebe zu der ungetreuen Gemahlin; dem Bild des Gottesvolkes, das dem Götzendienst verfällt. „... Darum., siehe, will ich sie locken und in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden... An jenem Tag wird es geschehen – Spruch des Herrn – , da wird sie mich nennen: ,mein Gemahl', und nicht mehr: ,mein Baal`...Ich schließe ja an jenem Tage einen Bund... dann wirst du mir angetraut auf immer... in Gerechtigkeit und Recht, in Liebe und Erbarmen... auf daß du erkennst, daß ich Jahwe bin." (Hos 2,4-22) "Darum will ich selbst sie verlocken. Ich will sie in die Wüste hinausführen und sie "umwerben" (im engl. : ... "und zu ihrem Herzen sprechen") ... An jenem Tag - Spruch des Herrn - wirst du zu mir sagen: Mein Mann! und nicht mehr: Mein Baal! ... Ich schließe für Israel an jenem Tag einen Bund... Ich traue dich mir an auf ewig... mit Gerechtigkeit und Recht, Liebe und Erbarmen, und Treue; wirst du den Herrn erkennen."

Kommen wir nun zum Neuen Testament, in dem das Wunder aller Wunder mit der Fleischwerdung Christi ein unaufhörlicher Bund zwischen Gott und der Menschheit geschlossen wird.

Im Buch der Apokalypse haben wir die Beschreibung des himmlischen Jerusalem, in dem alle Verheißungen erfüllt werden (Offb 21,2-4): „Und die heilige Stadt, das neue Juersalem, sah ich vom Himmel herabkommen, von Gott her, bereitet wie eine Braut, die für ihren Bräutigam geschmückt ist... Und er wird bei ihnen sein Zelt aufschlagen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst wird der ,Gott-mit-ihnen` sein. Und er wird abwischen jede Träne von ihren Augen... denn das Frühere ist vorbei." "Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. ... Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er wird ihr Gott sein, sein Name ist Gott-mit-ihnen. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen... Denn was früher war, ist vergangen."

Im weiteren finden wir in den Briefen des hl. Paulus an die Epheser und an die Kolosser viele Hinweise, die uns begreifen lassen, welches die Eigenarten dieser einzigartigen Gottesfamilie sein sollen, die die Kirche ist und sein sollte.

In Eph (1,3-23) lesen wir: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns mit jeglicher Art von geistlichem Segen in den Himmeln gesegnet hat in Christus. Denn in ihm hat er uns auserwählt vor Grundlegung der Welt, auf daß wir heilig seien vor seinem Angesicht und makellos. In Liebe hat er uns durch Jesus Christus dazu vorausbestimmt, zur Sohnschaft hin zu ihm nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns in dem Geliebten (Sohn) begnadet hat... Wie es ihm gefiel, so wie er es sich vorgenommen hatte in ihm zur Verwirklichung der Fülle der Zeiten: nämlich das All in Christus wieder unter ein Haupt zu fassen, das Himmlische und das Irdische. Ja, in ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir im voraus auserwählt wurden; in ihm seid ihr mit dem Heiligen Geist der Verheißung besiegelt worden. Er ist das Angeld unseres Erbes zur Erlösung seines Eigentums... Er möge die Augen eures Herzens hellsichtig machen, auf daß ihr einseht, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid... Und er hat ihm alles zu Füßen gelegt, ihn selbst aber hat er seiner Kirche zum Haupt über alles gegeben; ist sie doch sein Leib, die Fülle dessen, der alles in allen vollendet." "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; (in englisch etwa so: "... damit wir heilig und untadelig sind, und durch die Liebe in Seiner Gegenwart leben") er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine (adoptierten) Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen... und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat: Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus (Das Haupt von allem) alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist... Durch Ihn sind wir auch als Erben (Gottes Eigentum) vorherbestimmt und eingesetzt ... Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen, der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden ... Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid.. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht."

In Kol (1,9-29): „Deshalb hören auch wir seit dem Tage, da wir das erfahren haben, nicht auf, für euch zu beten und zu flehen, ihr möchtet erfüllt werden mit der klaren Erkenntnis seines Willens in aller geistgewirkten Weisheit und Einsicht, damit ihr des Herrn würdig wandelt, ganz nach seinem Wohlgefallen, fruchtbar seid an allen guten Werken und wachset in der Erkenntnis Gottes; damit ihr mit aller Kraft gestärkt werdet, entsprechend der Macht seiner Herrlichkeit, zu aller Geduld und Langmut; damit ihr mit Freude dem Vater danket, der uns befähigt hat zur Teilnahme am Erbe der Heiligen im Lichte. "Seit dem Tag, an dem wir davon erfahren haben, hören wir nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt. Denn ihr sollt ein Leben führen, das des Herrn würdig ist und in allem sein Gefallen findet. Ihr sollt Frucht bringen in jeder Art von guten Werken und (so) wachsen in der Erkenntnis Gottes. Er gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt. Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Er (Christus) ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung... alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen... Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut... Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt. Ich diene der Kirche durch das Amt, das Gott mir übertragen hat, damit ich euch das Wort Gottes in seiner Fülle verkündige, jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war. Jetzt wurde es seinen Heiligen offenbart; Christus ist unter euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit. Ihn verkündigen wir; wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden mit aller Weisheit, um dadurch alle in der Gemeinschaft mit Christus (jedoch in dem einen, nicht einem geteilten Christus)vollkommen zu machen."

In 1. Ko (12,4-14) lesen wir: " „Es gibt aber Verschiedenheiten in den Gnadengaben, es ist jedoch der nämliche Geist. Und es gibt Verschiedenheiten in den Ämtern, doch es ist derselbe Herr. Und es gibt Verschiedenheiten in den Wunderkräften, doch es ist derselbe Gott, der alles in allem wirkt. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes verliehen zum allgemeinen Nutzen... All das aber wirkt der eine und selbe Geist, indem er jedem nach seiner Eigenart zuteilt, wie er will. Wie nämlich der Leib nur einer ist, jedoch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber trotz ihrer Vielheit einen einzigen Leib bilden, so ist es auch mit Christus. Denn in einem Geiste sind auch wir alle zu einem Leibe getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, ob Sklaven oder Freie, und wir sind alle mit einem Geiste getränkt worden. Besteht doch auch der Leib nicht aus einem Glied, sondern aus vielen." "Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt... Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will. Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern..."

Dies gibt zu bedenken: Wenn die Kirche der Leib Christi ist, und wenn der Leib aus vielen Gliedern besteht, dann ist jeder von uns aufgerufen, aktiv in der Kirche mitzuarbeiten als lebendiges Glied ihres Leibes. Wir sollen vielleicht gerade hinsichtlich unseres Themas des Ökumenismus wissen, daß es viele Weisen gibt, denselben Glauben auszudrücken, aber es gilt, daran zu erinnern, daß der Heilige Geist ein und derselbe und der Leib Christi nur ein einziger ist.

Fragen wir uns doch: Könnten wir nicht den über vier Milliarden Menschen, die Christus nicht kennen und vom Evangelium nichts wissen, das schönste Zeugnis ablegen, wenn es uns gelänge, unter uns die Einheit herzustellen?

Das Primat Petri

Nachdem ich nun von der Kirche gesprochen habe, so wie das Alte und das Neue Testament sie uns darstellen, möchte ich das Thema des Primats Petri für die Einzige Kirche Christi und den ökumenischen Dialog einführen und dabei die Ansprache Sr. Heiligkeit Johannes Pauls II. am Fest der Cathedra Petri, dem 22. Februar dieses Jahres kommentieren und erläutern.

Von dem Augenblick an, da Christus Seiner Kirche leben gab, wollte Er sie mit einer sichtbaren hierarchischen Struktur ausstatten, indem Er Petrus als deren Fundament, als Haupt der Apostel haben wollte - der in Gemeinschaft mit ihnen, dem apostolischen Kollegium, seine Herde, die ihm anvertraut ist, nähren würde.

Christus wollte seine Kirche nach den Leitlinien des neuen Gebotes Gestalt werden lassen, das den Dienst aneinander vorsieht nach dem Muster, das der Herr selbst ihnen am Abend des Gründonnerstags gegeben hat (Joh 13,12-15): "Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe."

Und somit gibt Er ein Autoritätsmuster vor, bei dem die Vollmacht im Dienen ausgeübt wird, weil - wie Lukas uns daran erinnert – der Größte unter ihnen wie der Diener aller werden soll: "Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei. Da sagte Jesus: Die Könige herrschen über ihre Völker und die Mächtigen lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste und der Führende soll werden wie der Dienende." (Lk 22,24-26)

Auf diese Weise wollte er den Seinen vor Augen stellen, daß jenseits und außerhalb dieser beiden grundsätzlichen Unterscheidungsmerkmale, nämlich einer Vollmacht des Dienens und einer gegenseitigen Liebe, die zu jedem Opfer bereit ist, kein Apostel fähig sein würde, das, was Christus mit Seiner Kirche meint, sichtbar zu machen.

Schließlich hat Christus selbst das Leben und den Dienst der Hirten Seiner Kirche mit besonderen Erkennungsmerkmalen gegenüber der Welt kennzeichnen wollen –sie sind Ausdruck weiterer Unterweisungen und Wünsche Jesu, Unseres Herrn -, die ich heute mit meinen armseligen Worten von neuem anzuhören allen vorschlagen möchte – jeder nach seiner eigenen Berufung:

  • An eurer gegenseitigen Liebe werden sie erkennen, daß ihr zu Mir gehört!
  • Lernt von Mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen!
  • Seid vollkommen wie euer himmlischer Vater vollkommen ist, der seine Sonne aufgehen läßt über Gute und Böse!
  • Seid barmherzig wie euer himmlischer Vater barmherzig ist!
  • Achtet darauf, eines Herzens und einer Seele zu sein, damit die Welt glaube!
  • Eure Magna Charta seien die Seligpreisungen
  • Liebt einander, wie Ich euch geliebt habe!
  • Laßt die in Meiner Kirche gegenwärtige und wirkende Dreifaltige Liebe offenbar werden, und erinnert euch daran, daß Ich euch geliebt habe, wie der Vater Mich geliebt hat!
  • Lieben heißt, das Leben hingeben für eure Feinde
  • Hört nicht allein auf das, was euren Ohren schmeichelt, sondern weist die Brüder zurecht, wie im Brief an Titus
    (1,13-14) gesagt wird.
  • Betet allezeit, wie Paulus im Epheserbrief (3,14-16) lehrt, wo er sagt: "Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird, und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen."

    Meine lieben Brüder, es ist heutigentags nur allzu wichtig, sich offen für die Wahrheit auszusprechen, damit es nicht geschieht, daß der, der unsere Denkweise nicht richtig versteht, uns mit denen verwechselt, die, obwohl sie zu Seiner Kirche gehören, die Wahrheit Christi bekämpfen.

    In Caesarea Philippi haben wir den Höhepunkt der Offenbarung über den Typus (das Gepräge) der Kirche, wie sie der himmlische Vater gedacht hat, und wie Christus sie gründen wollte, wo uns die wesentlichen Grundzüge übergeben werden, eine Kirche in der uns solide Prinzipien gegeben wurden - über alle Unterschiede in der Ausdrucksweise und der Methode hinaus - in denen alle jene sich zusammen finden müssen, die behaupten, zu der einzigen Kirche Christi zu gehören, einer Kirche, die Christus als ihr Haupt hat, die in der brüderlichen Liebe – die bis zur Hingabe des Lebens gehen kann – das Vorbild für ihr eigenes Leben haben.

    Im Messiasbekenntnis von Caesarea (Mt 16,13-19) geht die Teilnahme aller drei Personen der Göttlichen Dreifaltigkeit an dem Akt der Einsetzung Petri als Fundament der einzigen Kirche Christi hervor. In der Tat wird hier der Petrus, den Jesus schon bei seiner ersten Begegnung mit ihm (vgl Joh 1,41-42) als Haupt seiner Kirche erwählt hatte, ebenso vom Heiligen Geist erwählt: "Jesus aber antwortete: ,Selig bist du, Simon, Sohn des Jonas; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist..."

    Deshalb fährt er unmittelbar nach der Bestätigung der Erwählung des Petrus durch den Heiligen Geist fort, das zu bekräftigen und den Aposteln die Absicht Seiner Kirchengründung darzustellen und zu versichern, daß Sein Vater diese allezeit stützen wird: "Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreiches geben, und was du auf Erden bindest, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösest, das wird im Himmel gelöst sein..."

    Johannes Paul II. sagt diesbezüglich: "Das Wort Gottes verlangt unsere Aufmerksamkeit über das, was Christus dem Petrus und über Petrus gesagt hat. Das Petrusamt, das heißt, der besondere Dienst des Bischofs von Rom, mit dem ein jeder von euch auf seinem eigenen Arbeitsgebiet mitzuwirken aufgerufen ist, vereint uns in einer einzigen Familie... Die Kirche gründet sich auf das Glaubensbekenntnis Petri "Du bist der Messias" und auf die anschließende Erklärung Jesu: "Du bist Petrus". Es ist ein unbezwingbares Fundament, das die Mächte des Bösen nicht niederreißen können: denn es steht unter der Schirmherrschaft des ausdrücklichen Willens Unseres himmlischen Vaters. Die Kathedra Petri ('Der Stuhl Petri', dessen Gedächtnisfest wir heute, am 22. Februar, begehen) stützt sich nicht auf menschliche Garantien von Fleisch und Blut, sondern auf Christus, den Eckstein."

    Der von Christus erwählte Petrus sollte nach und nach lernen, daß der Dienst, zu dem er erwählt wurde, ihn dazu aufruft:

  • den eigenen menschlichen Kräften zu mißtrauen: "...da sagte Petrus: ,Auch wenn alle Ärgernis an dir nehmen, ich werde kein Ärgernis an dir nehmen!' Jesus erwiderte ihm: ,Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!"
    "Simon, du schläfst? Konntest du nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt. Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach." (Mt 26,40)
    "... da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an: Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, wie er zu ihm gesagt hatte: ,Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.' (Lk 22,61-62)";

  • zu glauben, daß Gott selbst die Kirche lenkt, indem Er sich seiner bedient: "Siehe, ich selbst will meine Schafte aufsuchen und nach ihnen sehen... Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich selbst will sie lagern lassen..." (Ez 34,11-15);

  • daß die Kirche nicht zugrunde gehen wird, weil Christus für sie gebetet hat und für sie betet: "...Ich bitte dich für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn dein sind sie... Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir... Ich bitte aber nicht allein für diese, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden; daß alle eins seien wie du, Vater, in mir und ich in dir; daß sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt haast." (Joh 17,1-23 ff.);

  • und daß Er von ihm (Petrus) nur verlangt, die Brüder zu stärken, und seine volle Bereitschaft zu Lieben: "...Simon, Simon, siehe, Satan hat verlangt, euch zu sieben wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht wanke; du aber, stärke dereinst, nach deiner Umkehr, deine Brüder!" (Lk 22,31-34);
    "Nachdem sie nun das Frühmahl eingenommen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: ,Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?' Er sagte zu ihm: ,Ja, Herr, du weißt, daß ich dich liebe.' 'Weide meine Schafe' (Joh 21,15-18)"

    Der Papst sagt also: „ Der erste Schrifttext, der der berühmten Weissagung des Propheten Ezechiel über die Hirten Israels entnommen wurde, hebt stark die pastorale Eigenschaft des Petrusamtes hervor, das ein Spiegelbild der Natur und des Dienstes der römischen Kurie darstellt, deren Auftrag genau darin besteht, mit dem Nachfolger Petri zur Durchführung der ihr von Christus übertragenen Aufgabe, Seine Herde zu weiden, zusammenzuarbeiten. "

    "Ich selbst", (Aussage von Gott) - das sind die wichtigsten Worte. Sie bezeugen in der Tat die Entschlossenheit, mit der Gott die Initiative zu ergreifen beabsichtigt, wenn Er sich in eigener Person seines Volkes annehmen will, als Er Seinen Sohn, den Guten Hirten, sendet, um die Herde zu weiden.

    Er sandte ihn, um die zerstreuten Kinder Gottes wieder zu sammeln und sich selbst als das sanfte Lamm, das leidende Sühnopfer anzubieten: Das ist das Vorbild des Hirten, das Petrus und die übrigen Apostel zu erkennen und nachzuahmen lernten, als sie mit Jesus zusammen waren und mit Ihm zusammen das messianische Amt teilten.

    Das also ist nach der Verheißung Christi unsere tröstliche Gewißheit: Das Petrusamt gründet sich nicht auf menschliche Fähigkeiten und Kräfte, sondern auf das Gebet Christi, der zum Vater fleht, daß der Glaube Simons nicht wanke.

    Ungeachtet seiner Sünde und seiner Begrenztheit, hat Christus ihn erwählt und zu einem sehr hohen Auftrag berufen: demjenigen, das Fundament der sichtbaren Einheit der Kirche zu sein und die Brüder im Glauben zu stärken."

    Schließlich ist es Petrus, der im Abendmahlssaal mit Maria und den übrigen Jüngern einmütig in unablässigem Gebet vereint die pfingstliche Salbung durch den Heiligen Geist erwartet, der uns sagt, daß die von Jesus gewollte Kirche in dieser Versammlung ihren Prototypus hat.

    Zum Abschluß seiner Rede sagt dann Johannes Paul II.: „Heilige Jungfrau, die du mit deinem Gebet die ersten Schritte der neugeborenen Kirche begleitet hast, wache über unseren Weg, erwirke uns, so wie für Petrus die immerwährende Stützung durch Christus zu erflehen..."

    Bevor ich schließe, möchte ich noch ein oder zwei Gedanken darüber erwähnen, um zu erwägen, ob wir in der Praxis unseres kirchlichen Lebens diesem Modell mit Petrus an der Spitze, der der ihm anvertrauten Herde dient und sie weidet, mehr oder weniger nahe sind, das der Vater im Himmel von Ewigkeit her erdacht hat, das der Sohn in der Geschichte zur gegebenen Zeit verwirklicht hat und das der Heilige Geist zu seiner Vollendung führen wird, dann nämlich, wenn Christus alles in allen sein und dem Vater alle, die ihm anvertraut worden sind, über geben wird.

    - Der Vater hat den Traum, alle Herden in dem einzigen Schafstall Jesu, Seinem Sohn, zu versammeln, Der oberster Schafhirte von Sündern ist. Aber wie oft verbringen wir in diesem Schafstall unsere Zeit damit, darüber zu streiten, wer von uns der Größte ist.

    - Jesus betet zum Vater, daß wir alle eines seien, wie Er und der Vater eines sind. Wir aber brüsten uns oft selbst damit und danken Gott, einer Religion anzugehören, die uns das Heil verspricht; wir kommen uns gerecht vor und sollten doch wissen, daß die einzige Weise, sich Gott zu nähern, die des Zöllners ist, dem die Sünden vergeben wurden und der getrost nach Hause gehen kann.

    - Oft, allzu oft, berühren uns die Glaubensbekenntnisse unserer Brüder, die möglichen Erklärungen anderer nicht wirklich oder beschäftigen uns nicht. Und doch sind Zweifel, Ausseinandersetzungen extrem gesund!

    - Wie können wir vom Vater erwarten, dass er uns vereinigt, wenn wir uns oft innerhalb einer jeden unserer Kirchen darum kümmern, unseren eigenen kleinen Raum zu schaffen, unser eigenes apostolisches Territorium zum Evangelisieren und Taten der Nächstenliebe auszuüben? Den "Individualismus" über den Paulus in Korinther 1, 11-13 spricht** - How can we expect the Father to unite us if, inside each of our churches we are often concerned with having, or cutting out, our little space, our own apostolic territory in which to evangelize and perform acts of charity? The indivualism that Paul speaks about in Corinthians 1, 11-13: doesn't make that distinction of diversity over which the Spirit unites. "For some people from Chloe's family have told me quite plainly, my brothers, that there are quarrels among you. Let me put it this way; each one of you says something different. One says, 'I follow Paul', another, 'I follow Apollos', another, 'I follow Peter' and another, 'I follow Christ.' Christ has been divided into groups!"

    - When we think of our faith as our own patrimony, and we don't want others to make use of it for the good of our brothers as Luke tells us in (Lk 9, 49-50) John spoke up, "Master, we saw a man driving out demons in your name, and we told him to stop, because he doesn't belong to our group. "Do not try to stop him,' Jesus said to him and to the other disciples, 'because whoever is not against you is for you.' Aren't we perhaps changing the service of the gospel into a power, an arbitrary judge which discriminates rather that favouring unity among Christians?'

    And I would like to conclude by asking you all to pray together with me to the Father, to ask him for the gift of unity in the words of his Son, as reported by John in his gospel: for certain when there are two or more gathered together in his name, he is present in our midst.

    "As the Father has loved me so I have loved you" means that as long as this Trinitarian unity lasts, the one Church of Christ will last; We pray that the Father would really grant us that the plans for his church be fulfilled, not our human plans but His plans!
    Before the prayer I would just like to underline two important things that we will read in a moment. If the world still doesn't believe it is because we haven't done enough to achieve unity: in fact Jesus says: 'As you Father, are in me, and I in you, may they be one in us, so that the world may believe…'

    Our unrealized unity conditions the faith of those who still don't believe and those who no longer believe: because unity is lacking, this prevents them from knowing the love of God and feeling themsleves to be personally loved by God. We seriously have to ask ourselves about these words of Jesus: 'may they be perfect in their unity and may the world know that you have sent me and have loved them as you have loved me.'

    And now in the words of Paul to the Romans (Rm 15 5-7) "Accept one another, then for the glory of God…And may God, the source of patience and encouragement, enable you to have the same point of view among yourselves by following the example of Christ Jesus, so that all of you together may praise with one voice the God and Father of our Lord Jesus Christ."

    " Father the hour has come, Give glory to your Son, so that the Son glorifies you. For you gave him authority over every human being, so that he would give eternal life to all those that you gave him. This is eternal life: that they know you, the one true God, and the one you have sent, Jesus Christ. I have glorified you above all the earth, fulfilling the task you gave me to do.

    And now Father, glorify me in your presence, with that glory that I took from you before the world was made. I have made your name known to the ones you gave me from the world. They were yours and you have given them to me so that the words you gave me I have given to them, they have gathered them and know that they come from you and have believed that you sent me.

    I pray for them, I do not pray for the world, but for those you have given me, that they may be yours. AlI I have belongs to you and all you have belongs to me and I am glorified in them. I am no longer in the world: but they are in the world, and I come to you. Holy Father, look after those you have given me in your name that they may be one as we are one.

    When I was with them, I held them safe in the power of your name and I watched over them: none of them was lost except the one who was bound to be lost, so that Scriptures would be fulfilled. Now I am coming to you and ask these things while they are still in the world, so that they may have the fullness of my joy. I gave them your message and the world hated them because they do not belong to this world just as I do not belong to this world.

    I do not ask you to take them out of this world, but to protect them from evil. They are not of the world as I am not of the world. Consecrate them in the truth. Your word is truth. As you have sent me into the world, so I have sent them into the world: for them I consecrated myself so that they may be consecrated in the truth. I do not pray only for these, but also for those who through their words will believe in me: so that all may be one. As you, Father, are in me and I in you, may they be one in us, so that the world may believe that you have sent me. And the glory that you have given me, I gave to them, so that they may be one.

    I in them and you in me, so that they may be perfect in unity and the world will know that you have sent me and have loved them as I have loved you. Father, you have given them to me and I want them to be with me where I am, so that they contemplate my glory, the glory which you gave me: for you loved me before the creation of the world. Righteous Father, the world does not know you, but I know you and these know that you sent me. And I have made them know your name and I will make it known so that the love with which you loved me be in them and I in them." (John 17)

    Bischof Paul Maria Hnilica S.J.,
    Bischof von Rusado, März 2000

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