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Das Nahen Meines Engels

von Vassula

Am Anfang war eines der ersten Dinge, die mein Schutzengel zu Papier brachte, ein gezeichnetes Herz. Von der Herzmitte aus zeichnete er eine Rose, als ob sie aus dem Herzen hervorwüchse. Dann stellte er sich sanft und still, zu meinem großen Erstaunen, als mein Schutzengel Daniel vor. Er ließ mich verwirrt, doch zugleich in großer Freude zurück. Ich war so glücklich, daß ich rings ums Haus flog, wobei meine Füße kaum den Boden berührten, und ich es laut wiederholte: „Ich bin der glücklichste Mensch auf Erden und wohl der einzige, der auf solche Weise mit seinem Engel sprechen konnte!“

Am folgenden Tag kam mein Engel wie zuvor wieder. Ich verbrachte endlos freudvolle Stunden im Gespräch mit ihm. Und wiederum kehrte er am folgenden Tag zurück, dieses Mal aber brachte er zu meinem großen Erstaunen eine große Zahl Engel aus verschiedenen Chören mit. Ich fühlte, daß die Tore des Himmels plötzlich weit offen standen, indem ich ganz leicht die Bewegung der Engel von oben herab spüren konnte. Alle schienen freudig erregt, gerade als wenn jemand darauf wartet, daß etwas ganz Wundervolles geschieht. An der Art, wie sie sich freuten, begriff ich, daß im Himmel ein Fest gefeiert wurde. Es sangen alle Engel wie mit einer Stimme die Worte: „Ein frohes Ereignis steht bevor!“ Ich wußte, was immer es sein mochte, es hatte unmittelbar mit mir zu tun, doch obschon ich mich sehr bemühte, es zu erraten, konnte ich dennoch nicht erkennen, was es war. Den ganzen Tag über wurde so im Chor gesungen, mit immer denselben Worten und nur ein paar Minuten der Stille zwischen den einzelnen Gesängen. Jedesmal wenn sich der Himmel auftat, wiederholten die Engel diesen Choral.

Die ersten Worte, die mein Engel über Gott aussprach, waren die folgenden: „Gott ist dir nahe und liebt dich!“ Ich muß den Herrn in dieser Minute sehr verwundet haben, denn Seine Worte ließen mich jedenfalls kalt. Als mein Engel diese Worte über Gott aussprach, dachte ich – so erinnere ich mich – daß dies für einen Engel auszusprechen etwas ganz Gewöhnliches war, weil Engel ja in Gottesnähe lebten. Ich antwortete nicht, und mein Engel fügte auch nichts mehr hinzu.

Nur ein paar Tage später änderte mein Engel plötzlich seine Haltung mir gegenüber, und ich bemerkte, wie ernst er wurde. Mit einer sehr feierlichen Stimme forderte er mich auf, das Wort zu lesen. Ich gab vor, nicht zu wissen, was das Wort bedeutet, und fragte ihn nach seiner Bedeutung. Dadurch wurde mein Engel nur noch ernster und sagte, daß ich wohl wisse, was er meinte, indessen sagte er mir doch, daß es sich um die heilige Bibel handele. Ich hatte schon meine Antwort auf der Zunge und sagte, daß ich keine im Hause habe. Er sagte, das wisse er sehr wohl, daß ich keine habe. Er bat mich dann, zu gehen und eine zu holen. Ich argumentierte weiter mit ihm: er verlange da Unmögliches, da in einem Moslemland wie Bangladesch, wo ich lebte, die Buchläden keine Bibeln verkauften. Er sagte, dann solle ich eben direkt zu der amerikanischen Schule gehen, die mein Sohn besuche, um dort eine aus deren Bibliothek zu holen. Ich kämpfte mit mir, ob ich gehen oder einfach daheim bleiben, also mich weigern solle. Es kam nämlich noch hinzu, daß ich mir ganz verwirrt vorzustellen versuchte, wie verwundert mein Mann und meine sämtlichen Freunde auf all das reagieren würden. Wenn ich mit der Bibel in der Hand vor ihnen stünde – das war einfach unvorstellbar! Ich dachte mir schon aus, welche Plätze wohl als Versteck dafür in Frage kämen, sollte ich eine Bibel nach Hause bringen. Als ich aber wiederum den ernsten Blick im Antlitz meines Engels sah, beschloß ich, ihm zu gehorchen, ging also zur Schule und sah dort verschiedene Bibeln in den Regalen an. Ich wählte eine aus und trug sie heim, schlug sie auf, um darin zu lesen, wie mein Engel mich geheißen hatte. Mein Blick fiel auf die Psalmen. Ich las, doch verstand ich auch nicht ein Wort. Das war ein Zeichen von Gott und sollte mir zeigen, wie blind ich war.

Die Läuterung

Mein Engel kam, immer noch sehr ernst, zu mir zurück und hielt mir gewisse Handlungen vor, die ich während meiner Lebenszeit ausgeführt hatte und die Gott sehr mißfielen. Dann hielt er mir vor, wie ich Gott Seine Gaben ins Gesicht geworfen hatte – Gaben, die Er mir gegeben und die ich überhaupt nicht zu würdigen gewußt hätte.
Damit fing er an, mich an nie eingestandene Sünden zu erinnern und sie mir zu zeigen. Er ließ sie mich wie auf einem Bildschirm sehen. Er brachte mir das Ereignis in Erinnerung und ließ mich sehen, wie sehr es Gott verletzt hat. Doch die ernstesten Verweise erhielt ich über meine Ablehnung der Gaben Gottes. Mein Engel sagte mir, daß es eine große Verletzung Gott gegenüber sei, Seine Gaben abzulehnen und wegzuwerfen. Er ließ mich meine Sünden mit den Augen Gottes sehen, so wie Gott sie sieht, und nicht so, wie wir sie sehen. Sie waren so riesengroß, daß ich mich selbst verachtete, während ich bitterlich weinte. Der Zustand, in den ich so versetzt wurde – so begriff ich später – war eine Gnade von Gott, weil ich dadurch aufrichtig bereuen konnte. Es wurden mir meine Sünden so kristallklar deutlich gezeigt, das Innerste meiner Seele wurde so offen bloßgelegt, daß es war, als kehrte sich das Innerste nach außen. Ich gewahrte plötzlich, wie Adam und Eva sich nach dem Sündenfall vorgekommen sein müssen, als Gott sich vor ih¬rem Angesicht in Seinem Lichte zeigte. Meine Seele trat unverhüllt offen zutage. Ich kam mir vor wie nackt, abscheulich und häßlich. Ich konnte meinem Engel unter Schluchzen und Seufzen nur sagen, daß ich keinen ehrenhaften Tod verdiene und ich so, wie ich bin, so durch und durch böse, den Tod verdient habe und in Stücke gehackt und den Hyänen vorgeworfen werden sollte.

Dieser Läuterungsvorgang muß sich nahezu über eine Woche er¬¬streckt haben. Ich fühlte mich wie im Feuer, in einem Reinigungsfeuer, welches das Innere meiner Seele läuterte, und das war in der Tat eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

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