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Befreiungsgebet und Exorzismus und worin sie sich unterscheiden

Können wir immer noch an den Teufel glauben?

„Pater, all dieses Reden über den Teufel stammt aus dem Mittelalter, Sie glauben doch sicherlich auch nicht mehr an ihn!
Das 21. Jh. hat uns mit all seiner Wissenschaft belehrt, so dass wir nicht mehr an diesen Mythos glauben können.“

- abgesehen von der Tatsache, dass sogar manche Christen nicht mehr an die Existenz Satans und der Hölle glauben, die eine ewige Trennung von Gott bedeuten. Es gibt eine beachtenswerte Verschwörung des Stillschweigens über dieses Thema, sogar in der katholischen Kirche.

‚Die größte Täuschung des Teufels besteht darin, uns zu überzeugen, dass er nicht existiert!’ so sagt Charles Baudelaire.

So hat er dann freie Bahn, Böses zu tun: er säht Verwirrung in den Köpfen der Menschen, schürt Empörung und Hass, hetzt auf zu Streit und Zertrennung und treibt jene, die in seine Fallen gehen, in Verzweiflung und Selbstmord. Er verführt die Menschen zur Sünde, versucht sie von Gott wegzuziehen, von Gehorsam und Liebe zu Ihm. Satan möchte die Menschen zu seinen Verbündeten machen in seiner eigenen Rebellion gegen Gott und Jesus Christus.

Was ich euch hier sage, ist nicht einfach das Ergebnis einer theoretischen Studie. In meinem nun siebenjährigen Exorzisten Dienst habe ich bisher über zweitausend Menschen betreut, die meisten sind Opfer der unzählbaren Fallen des Teufels. Ich kann nicht behaupten, den Teufel von Angesicht zu Angesicht gesehen zu haben, aber ich habe ihn bei verschiedenen Gelegenheiten gehört, und ich habe eine unsichtbare aber sehr reale Welt der Finsternis, der Gewalt, des Hasses, der Unterdrückung und des Leidens gesehen. Es ist außerordentlich, ich hatte das nicht erwartet! Satan ist ein Folterknecht! In sieben Jahren war ich in über zwanzig Fällen von ‚Besessenheit’ involviert.

Hier einige Beispiele:

Eine Frau, die sich Rat bei Mediums suchte, ging zu Geistheilern (mit Magnetismus), wählte ihre Medikamente mittels eines Pendels, litt an Migräne, Bauchschmerzen, Wutanfällen und Aggressionen.

Eine andere, die sich aus Zeitvertreib mit Spiritismus und automatischem Schreiben beschäftigte, hörte innere Stimmen, die sie Tag und Nacht quälten.

Eine junge Physiotherapeutin, die Reiki erlernte, um in ihrer Therapie noch erfolgreicher zu sein, wurde des Nachts von einer furchterregenden Gegenwart gewalttätig angegriffen.

Ein Mann, der zwei Stunden täglich Yoga und transzendentale Meditation betrieb, wurde von Albträumen und Schlaflosigkeit gequält.

Ein junger Mann, der aktiv Homosexualität betrieb und Drogen konsumierte, wurde Tag und Nacht von Bildern besetzt und fiel in eine tiefe Depression.

Es gibt jedoch auch physische und geistige Probleme, die psychologischen oder psychiatrischen Ursprungs sind. Ich bin recht vielen Fällen dieser Art begegnet und verweise sie immer an einen Arzt. Diese Probleme können gemeinsam geistigen und dämonischen Ursprungs sein.

Einige von euch haben sicherlich die Filme ‚Der Exorzist’ gesehen aus den Jahren 1973 und 2000, oder ‚Der Exorzismus der Emily Rose’ von 2006. Es gibt wahre Elemente darin, aber auch Irrtümer und Übertreibungen. Mein Dienst hat nicht viel gemein mit diesem sensationsgeladenen Kino, es ist dagegen eine wunderbare Arbeit der Begleitung, des Zuhörens, der Vermittlung von Sicherheit und Trost, die zur Befreiung und Heilung führt, ausgeführt nicht in einer Atmosphäre der Furcht, sondern des Vertrauens und der Hoffnung, dass es Christus ist, der siegreich ist. Er ist der Mächtige, das Lamm Gottes, das für unsere Sünden geopfert wurde und wieder auferstand, um uns ewiges Leben zu geben.

‚Der Fürst der Welt kommt (Joh 14, 30) ‚ ... aber er ist schon gerichtet' (Joh 16,11)’

Öffnen wir das Evangelium bei Markus 9,14-29: der epileptische Besessene.

Manchmal hören wir die Leute sagen, dass der Dämon, der Teufel oder Satan, wie er in der Heiligen Schrift erwähnt wird, nur ein Ausdruck für das Geheimnis des Bösen ist, eine Sprachschöpfung oder ein Mythos. Sie sagen, dies war der Ausdruck der damaligen Zeit, wie man Krankheiten bezeichnete, die man nicht erklären konnte.

Der Dämon, der Teufel, der böse Feind oder Satan, wie er in der Heiligen Schrift heißt, ist keine mythische oder symbolische Gestalt und noch nicht einmal eine Personifikation des Bösen oder der Sünde: Dämonen sind gefallene Engel. Die Väter des Lateran Konzils (1215) definierten als Dogma - und daher als einen Glaubensartikel – die Existenz der Dämonen als geistige Wesen, zwar als gut geschaffen, die aber durch ihre eigene Rebellion böse geworden sind. (Denz 428). Die Sünde der Dämonen ist Rebellion, Stolz und Eifersucht.

‚Durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt.’ (Weish 2,24)

‚Gott hat auch die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern sie in die finsteren Höhlen der Unterwelt verstoßen' (2 Petr 2,4)

Jesus machte einen deutlichen Unterschied zwischen Krankheit und Besessenheit (Mt 10, 7)

Der Katechismus der katholischen Kirche (KKK S. 391-395): Die Schrift bezeugt den unheilvollen Einfluss dessen, den Jesus "den Mörder von Anfang an nennt", der sogar versucht hat, Jesus von seiner vom Vater erhaltenen Sendung abzubringen. „Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören.“ (1 Joh 3,8) „ ... die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen ( 1 Joh 5,19)

„Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.

Da geriet der Drache in Zorn über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten. ( Offb 12, 7-9;17)

Der heilige Paulus: "Denn wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut..." Eph 6, 10-16

Das Zweite Vatikanische Konzil

Es gibt 15 Bezüge auf den Teufel.

Denn ein gewaltiger Kampf gegen die Mächte der Finsternis durchzieht die gesamte Geschichte der Menschheit. (GS 37)

KKK: Gefallene Engel: 391-2; Jesus und die Versuchungen des Teufels: 538-40, 566, 2119; Exorzismus: 517, 550, 1237, 1673; Jesus und seine Macht über die Dämonen: 421,447, 539, 220, 566, 635-6, 1086, 1780; Freiheit: 2850, 2853-4; die Herkunft des Bösen: 397, 413, 1707, 2583, 2851; der Kampf der Menschheit gegen die Dämonen: 407, 409. (43 Artikel)

Papst Johannes Paul II in der Generalaudienz am 20. August 1986:

Dies ist die große Gewissheit des christlichen Glaubens: „Der Fürst dieser Welt ist schon gerichtet“ (Joh 16,11); "Der Sohn Gottes ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören" (1 Joh 5, 19), wie der Heilige Johannes bezeugt. Es ist daher der gekreuzigte und auferstandene Christus, der sich als der "Stärkere" offenbart hat, der den ‚starken Mann’, den Teufel überwunden und ihn von seinem Thron geworfen hat.

"Die Kirche hat Anteil am Sieg Christi über den Bösen, denn Christus hat seinen Jüngern die Macht verliehen, die Dämonen auszutreiben" (s. Mt 10,1; Mk 16,17). "Die Kirche gebraucht diese siegreiche Macht durch ihren Glauben an Christus und durch das Gebet" (s. Mk 9,29; Mt 17,19ff), die in besonderen Fällen die Form eines Exorzismus annehmen kann.

Wir müssen uns klar darüber sein:

  1. Dämonen sind geistige Geschöpfe, Wesen mit Intelligenz und Willen. Sie wurden als gute Wesen erschaffen, sind aber böse geworden durch ihre radikale und unwiderrufliche Ablehnung Gottes und Seines Reiches der Liebe. Satan arbeitet durch Menschen, um sie zur Rebellion und zum Verlust der gesegneten Ewigkeit zu führen, die er selbst verloren hat.
  2. Satans Macht ist nicht unendlich. Seine Macht ist spirituell mit Einfluss auf die materielle Welt, aber sie ist begrenzt durch Gott. Die göttliche Zulassung teuflischer Aktionen ist ein großes Mysterium, aber „wir wissen, dass Gott alles zum Guten führt bei denen, die ihn lieben“. (Röm 8,28)
  3. Die Aktionen der Dämonen kann auf verschiedene Weise ausgeführt werden und in variabler Intensität: "Durch Versuchung kann er die Stärke unseres Verlangens und unserer natürlichen sinnlichen Begierden verstärken" (1 Johh 2, 16). Wir alle sind dieser Art der Versuchung unterworfen: sie sind Teil des geistlichen Kampfes. Er kann einen echten ‘Zugriff’ auf jene ausüben, die regelmäßig an schwerwiegenden Unordnungen teilnehmen oder wissentlich einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sind. Er fördert in uns die Laster und deren Saat. Diese nennt man dämonische ‘Bindungen’. Er führt seine Aktionen aus durch unsere Sinne, unsere Einbildungskraft, unsere Leidenschaften und unsere sinnlichen Gefühle. Er kann nicht in den ‚reinen Punkt der Seele’ ’, unserem ‘Herz’, diesem Thron und Heiligtum unseres Wesens, wo nur Gott allein eintreten kann. possible for a person to be be ‘besessen’ besessen’ zu sein und doch im Stand der Gnade und einen harten spirituellen Kampf zu führen.
    • gemäß der Stärke des Zugriffes des Teufels, gibt es ‘Oppressionen’, ‘Obsessionen’, oder ‘Besessenheit’. Das ist selten aber nicht zu selten. (20 Fälle in sieben Jahren)
    • Eine Person kann einem ernsthaften Zugriff des Teufels unterworfen sein, ohne moralisch dafür verantwortlich zu sein. In diesem Fall können sie das ‘Opfer’ einer ‘dämonischen Ansteckung’ durch ihre Familie sein, durch ihre Umgebung, oder durch Gewalttaten, die an ihnen geschehen sind. Sie können auch das Opfer eines ‚Zaubers’ oder ‚Fluches’ sein. Diese Fälle können schmerzhaft zu ertragen sein.
  4. 4. Die Taufe bietet einen Schutz, der zwar stark aber nicht absolut ist. Ungetaufte sind verletzlicher gegenüber den Aktionen der Dämonen.

Satan kennt nur Hass und Verachtung den Menschen gegenüber. Er ist neidisch wegen der ewigen Glückseligkeit, die Gott ihnen versprochen hat, und weil er verloren hat. Sein einziges Ziel ist das Verderben ihrer Seelen, damit sie das Erbe des ewigen Lebens nicht gewinnen. Jene, die nicht glauben oder nicht mehr glauben oder nicht mehr beten, entfernen sich selbst von der Kirche und den Sakramenten und werden sehr verwundbar für seine Aktionen. Der Teufel ‚geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; ihm widersteht fest im Glauben.’ (1 Petr. 5, 8)

Der Teufel fürchtet aber wahre Christen, die mit Jesus und Maria verbunden sind, die glühend im Glauben und im Gebet sind, in lebendiger Einheit mit der Kirche.

Welches sind die Probleme und Verletzungen, die man als Ergebnis einer dämonischen Aktion erleiden kann:

  1. Abneigung gegen Heiliges und Widerspruch zu den theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Zweifel, Mangel an Hoffnung auf Gott, Niedergeschlagenheit, Rebellion, Blasphemie; Abscheu gegen das Beten, gegen das Wort Gottes und gegen das Betreten einer Kirche. Empfindsamkeit gegen Weihwasser, Reliquien und gegen die Anrufung: ‚O, Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen.’
  2. 2. Körperliche und geistige Probleme Körperliche Sinneswahrnehmungen, Schmerzen, zeitweise Lähmungen, Kopfschmerzen, extrem kalt oder heiß, Cysten, Tumore, Schütteln, Schlaflosigkeit, Albträume, zwanghafte Gedanken, unfreiwillige Bewegungen, Ticks, Beziehungsprobleme, gewalttätige Wutausbrüche und Aggressionen gegen Nahestehende. Hören Sie Stimmen, die nur Sie hören? Haben Sie das Gefühl beobachtet zu werden, auch wenn Sie allein sind? Glauben Sie, dass Sie jemand berührt hat? Sehen Sie Schatten, Leute, die nicht leiblich anwesend sind? Wiederholtes Versagen bei der Arbeit und in Beziehungen?
  3. Seltsame Vorgänge im Haus Geräusche von Schritten, Türschlagen, Staubwolken, Gerüche. Objekte, die sich bewegen oder verschwinden. Ausfälle bei der Elektrizität, Autoschäden, seltsame Objekte, die im Haus auftauchen (Kissen, Mattratzen); tote Tiere.

Welche Praktiken benutzt Satan, um die Menschen von Gott wegzuziehen?

Aberglaube, okkulte Praktiken, Spiritismus, Astrologie, Horoskope, Pendel, Tarot, automatisches Schreiben, harte Rockmusik, gewisse gewalttätige, kriegerische Künste: Chi Kung, Krave Maga usw.

Sich Rat holen bei Spiritisten, Hexen und Hexern, Mediums, Geistheilern. Aktives praktizieren von Yoga, Buddhismus, transzendentale Meditation, tantrische Einweihungsriten, Schamanismus usw.; Zugehörigkeit zu Sekten, besonders der Freimaurer.

Gewisse Moden, die vor allem junge Leute anzieht: die Goten, Marylin Manson, satanische Gruppen, die Welt des Piercing, Tattoos und Talisman.

‘Alternative’ Therapien oder Parallel-Medizin, die den Begriff von ‚Energien’ propagieren (kosmische, astrale, universale Energien): Reiki, angewandte Kinesiologie, tai chi, chi gong, Reflexkunde, Bio-Feedback, Anthroposophie (Weleda Produkte, Bach Blüten Medikamente etc.)

Laster: Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Spielsucht, Geld, Sex, aktive Homosexualität, Pornographie und Perversionen.

Nota bene: heute sind viele junge Leute Mediums ohne es zu wissen!

In Frankreich gibt es schätzungsweise über 400.000 Seher, Mediums, Magier, und Schamane. Ich habe die Anzahl der Leute vergessen, die durch diese Scharlatane, Hexen, Geistheiler und so weiter missbraucht worden sind. Sie haben eine Menge Geld bezahlt und ihre Leiden sind nicht geringer geworden, sondern im Gegenteil! Wenn der echte Glaube abnimmt, nehmen verschiedene ‚Glauben’ und Leichtgläubigkeiten zu! Junge Leute und sogar Kinder und ehrenhafte Familienväter schauen Porno im Internet und werden durch böse Geister gebunden.

Der Unterschied zwischen einem einfachen Befreiungsgebet und einem Exorzismusgebet

Befreiungsgebete werden verwendet gegen ‚dämonische Bindungen’, die man ‚schwach’ nennen kann. Der Exorzist muss entscheiden zwischen den Problemen, die eine Person durchmacht und dem Ernst der ‚Eingangstore’. Ich beginne immer mit einem Gebet, um ‚die Bindungen zu trennen’ und mit einem einfachen Befreiungsgebet. Wenn während des Verlaufes des Gebetes bedeutsame ‚Manifestationen’ sichtbar werden, dann bedeutet das, dass es nötig ist zum Exorzismus überzugehen, (der oft mehrmals wiederholt werden muss). Jeder Priester kann ein Befreiungsgebet sprechen.

Nota bene: Der Text dieses Vortrages ist detailliert genug, um den Leuten eine allgemeine Information und genaue Referenzen an die Hand zu geben. Je nachdem, was von den anderen Sprechern schon gesagt worden ist, werde ich auslassen, was schon woanders erwähnt worden ist. Normalerweise spreche ich nicht länger als 40 Minuten. (Fr Jean-Régis Fropo, Diözese von Fréjus-Toulon, Frankreich).

‘90 Questions for an exorcist priest’ Healing demonic oppression. (’90 Fragen an einen Exorzisten’ Heilung dämonischer Oppressionen)
JR Fropo Emmanuel